Anreise mit Niveau
Am Freitag ging’s zum 36sten mal wieder los - nach einem ausgiebigen Frühstück in der AWO Begegnungsstätte und einer kleinen “Männerpause” war die Jugendherberge Mainz – dank unserer beiden Fahrer Reinhard und Helmut - sicher erreicht. Nach dem Einchecken war schnell klar: Die Betten sind hart, die Stimmung weich – und die Jugendherbergsbar gut gefüllt.
Kultur mit Kondition
Gestärkt – zumindest mental – machte sich die Truppe zur Stadtführung auf. Mainz zeigte sich von seiner schönen Seite, und der Stadtführer hatte sichtlich Spaß daran, fünfzehn gut gelaunte Männer zu bändigen. Zur Pizzeria “Il Pomodoro” war es daran anknüpfend nur noch ein Katzensprung und die Geselligkeit des Tages konnte seinen Fortgang nehmen. Widerlegt wurde im Laufe des weiteren Abends eindeutig das Sprichwort „Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir“.
Kameras und Kabel – zu Besuch beim ZDF
Der Samstagvormittag began medial. Die Truppe machte sich auf den Weg zum ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg, um einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehens zu werfen. Schon beim Betreten des Gebäudes fühlten sich einige, als könnten sie gleich
die “heute”-Nachrichten übernehmen. Eine junge Stundentin führte die Gruppe durch die Studios, Regieräume und Kulissen. Besonders beeindruckend war, wieviel Scheinwerfer und Kameras nötig sind, um fünf Minuten TV zu machen. Mit einem Gruppenfoto endete die Besichtigung. Nach soviel Medienglanz war alle klar – Fernsehen ist schön, aber ein echtes “Mainzer Weinfrühstück” ist noch schöner.
Ein Weinfrühstück, das seinem Namen Ehre macht
Probiert wurde erstmal das sogenannte Mainzer Nationalgericht “Weck, Worscht und Woi” – oder kurz “WWW” - lecker. Viel Zeit blieb aber nicht, denn der Markt ging bereits seinem Ende entgegen und ein Dombesuch stand auf dem Plan.
Dom St. Martin – ein Besuch m Herzen von Mainz
Gut gesättigt ging es also zur Besichtigung des Mainzer Doms, einem echten Zeugen jahrhundertelanger Geschichte. Unter fachkundiger und leidenschaftlicher Führung wurde die Geschichte des Doms, das Wirken des heiligen Bonifatius und die Gründung
durch Erzbischof Willigis erzählt. Außerdem wurde architektonische Entwicklung, die Bedeutung des Doms sowie über die territoriale Entwicklung des Mainzer Bistums, eindrucksvoll erläutert.
Geselligkeit ist auch eine Sportart
Nach einem kleinen Bummel war die Gaststätte “Weinhaus Michel” in der Altstadt erreicht und ein geselliger Abend konnte beginnen . Essen gut, Getränke sehr gut – was will man mehr. Jetzt nur noch ein 2,5 km Spaziergang durch den Mainzer Stadtgarten zurück zur Jugendherberge. Wie bei allen Touren wurde auch dieser Abend mit einem ausgiebigen Schlummertrunk, mit Fachsimpeln über Bundesliga, Politik und Beamtentum beendet.
Wiesbaden mit Bahnanschluss
Am Sonntag stand noch ein Abstecher nach Wiesbaden auf dem Kulturprogramm. Die Fahrt mit der ältesten mit Wasserballast betriebenen Drahtseil-Zahnstangenbahn Deutschlands, der “Nerobergbahn” war nicht nur ein technisches Erlebnis, sondern bot
auch den perfekten Panoramablick für Gruppenfotos. Beindruckend waren aber auch der Spaziergang auf der Anhöhe mit dem kleinen Tempel, einer tollen Aussicht auf die Stadt Wiesbaden und der Russisch-Orthodoxen Kirche. Abschließend noch ein letztes
gemeinsames Mittagessen im “Bäckerbrunnen” bevor es nach Hause ging.
Fazit: Muskelkater vom Lachen
Nach drei Tagen voller guter Laune, Kultur, Wein und Kameradschaftflege heißt die Bilanz: keine Verletzten, viele Anekdoten und die Erkenntnis, dass man mit der Breitensportgruppe nicht nur schwitzen, sondern auch wunderbar lachen kann.
Tourbericht: Mainz & Wiesbaden, 24.–26. Oktober 2025